Warum der Handel immer mehr Geld in Influencer-Marketing steckt

Der Hype ist real – und hat längst ein Preisschild

Influencer-Marketing ist längst kein Nischenphänomen mehr, sondern ein fester Bestandteil moderner Marketingstrategien – auch und gerade im Einzelhandel. Doch wie viel lassen sich Unternehmen diesen direkten Draht zur Zielgruppe tatsächlich kosten? Eine aktuelle Untersuchung des Digitalverbands Bitkom liefert spannende Zahlen – und zeigt, dass Influencer für viele Händler mehr bringen als klassische Werbung.


Influencer-Marketing im Handel: Zwischen Strategie und Spürsinn

Laut Bitkom-Studie investieren Handelsunternehmen, die aktiv mit Influencern arbeiten, im Schnitt etwa 67.000 Euro jährlich in entsprechende Kampagnen. Das entspricht rund 7 Prozent des gesamten Marketingbudgets – ein nicht zu unterschätzender Anteil, wenn man bedenkt, dass viele Budgets bereits straff kalkuliert sind.

Besonders interessant: 35 Prozent der befragten Händler setzen weniger als 10.000 Euro pro Jahr für Influencer-Marketing ein – ein Zeichen dafür, dass auch kleinere Budgets wirksam eingesetzt werden können. Fast 40 Prozent investieren hingegen bis zu 100.000 Euro, während 6 Prozent tief in die Tasche greifen und mehr als 100.000 Euro ausgeben. Ein Prozent der Unternehmen knackt sogar die Millionenmarke – Influencer-Marketing ist also auch Big Business.


Neue Zielgruppen? Check! – So profitiert der Handel

Das große Plus: Reichweite und Zielgruppenzugang. 88 Prozent der Händler bestätigen, dass sie durch Influencer neue Kundensegmente erschließen konnten – insbesondere solche, die über klassische Kanäle nur schwer zu erreichen sind. Ganze 80 Prozent der Befragten sind zudem überzeugt, dass bezahlte Beiträge auf Social-Media-Kanälen wirkungsvoller sind als herkömmliche Werbeformate.

Besonders spannend ist dabei, dass 64 Prozent der Händler meinen, dass auch mit einem kleineren Budget Erfolge möglich sind – wenn die Strategie stimmt. Die Auswahl passender Influencer, eine authentische Ansprache und das richtige Timing machen hier den Unterschied.


Influencer-Marketing ist nicht nur B2C – auch im B2B-Bereich interessant

Ein häufig unterschätzter Aspekt: Influencer-Marketing funktioniert nicht nur im B2C-Kontext. Fast die Hälfte (49 Prozent) der Händler mit Erfahrung sieht auch im B2B-Bereich großes Potenzial. Das zeigt: Glaubwürdigkeit und Vertrauen sind universelle Erfolgsfaktoren – auch zwischen Unternehmen.

Demgegenüber steht eine gewisse Skepsis bei denjenigen, die noch keine Berührung mit Influencern hatten: 46 Prozent dieser Unternehmen stehen dem Thema kritisch gegenüber – häufig aus Unsicherheit oder fehlender Expertise.


Fazit: Influencer-Marketing ist gekommen, um zu bleiben

Ob kleines Startbudget oder sechsstellige Investition – der Handel hat die Chancen von Influencer-Marketing erkannt. Der direkte Draht zur Community, die hohe Glaubwürdigkeit und die Möglichkeit, auch mit überschaubarem Budget Wirkung zu erzielen, machen diesen Kanal besonders attraktiv.

Die zentrale Erkenntnis: Es geht weniger um das „Wie viel“, sondern vielmehr um das „Wie“. Wer es schafft, glaubwürdige Partnerschaften aufzubauen und relevante Inhalte zu liefern, kann im Influencer-Marketing echte Erfolge feiern – ganz gleich, ob im B2C oder B2B.


Verwandte Artikel

Vertrauen statt Werbeflut: Wie Influencer-Marketing bei...

Wer die Gen Z erreichen will, muss umdenken. Klassische Werbung prallt an ihr ab wie Wasser an...

Neues Influencer-Marketing Ranking: Diese Agenturen dominieren...

Influencer-Marketing ist 2025 eine treibende Kraft im digitalen Marketing – doch der Markt wird oft als undurchsichtig...

The State of German Influencer-Marketing Report...

Die Influencer-Marketing-Branche in Deutschland steht 2025 vor einem Wendepunkt. Der aktuelle „State of German Influencer Marketing Report...

$185 Milliarden Boom: Wie Influencer-Marketing die...

Influencer-Marketing ist keine Modeerscheinung mehr – es ist ein Milliardenmarkt mit enormem Wachstumspotenzial. 2025 werden durch Creator...