Vertrauen statt Werbeflut: Wie Influencer-Marketing bei der Gen Z wirklich wirkt

Wer die Gen Z erreichen will, muss umdenken. Klassische Werbung prallt an ihr ab wie Wasser an Lotusblättern – stattdessen entscheiden echte Geschichten, Nähe und Relevanz darüber, ob Marken im Gedächtnis bleiben. Und das Spielfeld, auf dem diese Regeln gelten, heißt Influencer-Marketing.

Die Gen Z als Gamechanger im Marketing

Geboren zwischen 1995 und 2010, ist die Gen Z nicht nur digital aufgewachsen, sondern lebt Social Media. Sie scrollt, liked, kommentiert und trifft Entscheidungen auf Basis dessen, was Creator:innen posten. Diese Generation ist heute schon für rund 20 % der weltweiten Konsumausgaben verantwortlich – Tendenz steigend.

👉 Fakt ist: Kaufentscheidungen entstehen immer öfter durch Inspiration – und diese kommt nicht aus Werbespots, sondern von vertrauten Gesichtern auf TikTok, YouTube oder Instagram.

Vertrauen ist die neue Währung

Authentizität schlägt Reichweite. Während klassische Werbung oft laut, glatt und austauschbar wirkt, punkten Micro- und Nano-Influencer mit Persönlichkeit, Nähe und Glaubwürdigkeit. Marken, die mit diesen Creator:innen zusammenarbeiten, profitieren von hoher Interaktion und einem echten Draht zur Zielgruppe.

92 % der Gen Z vertrauen laut Dentsu eher auf Empfehlungen von Creators als auf Markenbotschaften.

Doch Vertrauen ist nicht käuflich – es entsteht durch echte Inhalte, transparente Kommunikation und soziales Engagement. Wer mit Influencern zusammenarbeitet, sollte deshalb nicht kurzfristig denken, sondern in langfristige Partnerschaften investieren.

Erfolgsfaktoren für Influencer-Marketing 2025

Die aktuellen Entwicklungen zeigen klar: Influencer-Marketing funktioniert, wenn Marken bereit sind, Teil der Community zu werden, statt nur „Werbung zu schalten“. Erfolgreiche Strategien basieren auf vier Säulen:

  1. Authentizität & Transparenz: Ehrliche Stories statt geskripteter Werbebotschaften
  2. Langfristige Kooperationen: Kontinuität schafft Vertrauen
  3. Soziales & Nachhaltigkeit: Haltung zeigen – aber glaubwürdig!
  4. Interaktive Inhalte: Q&As, Umfragen, Lives – Dialog statt Monolog

Warum klassische Werbung an ihre Grenzen stößt

Die GWA-Umfrage unter jungen Konsumierenden zeigt: Zwar wird Werbung stark wahrgenommen – aber sie nervt. Besonders lange Werbeunterbrechungen in Online-Videos werden als störend empfunden. Nur ein kleiner Teil der Gen Z lässt sich durch klassische Werbung zum Kauf animieren – viele ignorieren sie oder installieren Adblocker.

Was dagegen funktioniert: Content, der sich natürlich in den Alltag einfügt, nicht belehrt, sondern inspiriert – und vor allem auf Augenhöhe kommuniziert.

Fazit: Influencer sind mehr als Werbeträger – sie sind Kulturvermittler

Influencer:innen sind heute nicht mehr nur „Reichweitenverlängerer“, sondern die Brücke zwischen Marken und Communities. Wer es schafft, hier echten Mehrwert zu bieten, statt reine Werbebotschaften zu platzieren, wird mit Reichweite, Engagement und Loyalität belohnt.

In einer Zeit, in der Content im Überfluss existiert, ist Relevanz die härteste Währung. Und Relevanz entsteht dort, wo Menschen anderen Menschen vertrauen – nicht Marken.

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